Journalismus Regensburger Almanach 2019
Heimat
Der Regensburger Almanach ist eine Institution. Seit 51 Jahren.
Die feierliche Präsentation und Signierstunde der diesjährigen Ausgabe fand am 30. Oktober 2019 im Leeren Beutel statt.
Seit den Flüchtlingsströmen des Jahres 2015 wird der Begriff Heimat intensiv diskutiert. Doch gibt es eine Heimat, die Heimat? Tatsächlich gibt es so viele unterschiedliche Vorstellungen von Heimat, wie es Menschen gibt: solche, die ihre Heimat verloren haben und eine neue Heimat suchen, solche die eine Heimat finden und haben, solche, die ihr Vaterland verlieren und ihre Muttersprache. In einer Stadt wie Regensburg, in der über 30.000 Studierende eine Heimat auf Zeit finden, in der Menschen vieler Ethnien Heimat suchen und finden – oder auch nicht, in der sich Alteingesessene und Zugereiste sich wohlfühlen – oder auch nicht: Alle möchten eine Heimat, auch Menschen, die auf der Straße leben. Ist Regensburg für alle eine Heimat? Auch für die, die sich diese Heimat eigentlich nicht mehr leisten können?
Menschen unterschiedlichster Herkunft und mit verschiedenen Schicksalen erzählen, warum Regensburg ihre Heimat ist – oder auch nicht. Das Thema ist zu vielschichtig, zu intim, zu persönlich, um es den rechten Populisten zu überlassen.
James Francis Gill ist einer der ganz großen Künstler der Gegenwart. Er steht auf einer Stufe mit Francis Bacon, David Hockney, Roy Lichtenstein und Tom Wesselmann. Galerist Karl-Friedrich Krause stellt Werke des letzten noch lebenden Begründers der us-amerikanischen Pop-Art erstmals in Regensburg vor.
Kunstspaziergang im Herzen Regensburgs: Anspruchsvolles Programm mit großem äthetischem Spannungsbogen
Im Frühjahr 2019 machten sich die Fotografin Evelyn Dragan und der Journalist Olaf Schlippe auf Entdeckungstour in Regensburg. Sie fanden viel Kunst und Kultur. Hauptsächlich im Großen.
Vom 24. April bis zum 9. Mai 2019 findet in Regensburg 12. Mal das spanische Film- und Kulturfestival cinEScultura statt. Die diesjährigen Gastländer sind Chile und die autonome Region Madrid.
Von spiegelnden Salzseen und ungewöhnlichen Felsformationen in der trockensten Wüste der Erde, über fruchtbare Weinregionen, bis hin zu blau schimmernden Gletschern und endlosen Weiten im Süden: Chile ist ein Land der Kontraste. Mit etwa 4300 Kilometern Länge ist das südamerikanische Land von der Nord-Süd-Ausdehnung her der längste Staat der Erde, hat dabei aber nur eine durchschnittliche Breite von gerade einmal 180 Kilometern. Deshalb herrscht in Chile eine große Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen, die von dürren Sanddünen über Vulkanlandschaften und Primärwäldern reicht.
Madrid ist eine charmante, weltoffene und unglaublich tolerante Stadt. Vielleicht hat die spanische Hauptstadt inmitten der iberischen Halbinsel nicht den Charme von Paris oder Rom, doch sobald man eine Zeit lang hier verbringt und die Vielfalt sowie die gegensätzlichen Eindrücke erfährt, wird man voll in den Bann dieser Stadt gezogen. Madrid gilt zudem mit seinen mehr als 3 Millionen Einwohnern inzwischen zweifellos als eine der bedeutendsten Trendsetter des Landes.
Die Uraufführung der Oper „Una cosa rara“ versetzte die Wiener Theaterbesucher 1786 in einen regelrechten Rausch. Auf einen üppigen Bilderrausch dürfen sich auch die Regensburger Kunst- und Theaterfreunde freuen, denn kein geringerer als Markus Lüpertz – bekannt für seine archaische und farbenreiche Bildsprache – zeichnet für die Aufführung am Theater Regensburg für Bühne und Kostüm verantwortlich.

